Gute Nachrichten für Ihren Bau 2025: Österreich setzt auf klimafreundlichen, regelkonformen Fortschritt. Mit der überarbeiteten ÖNORM B 4710-1 (Umsetzung der EN 206) wird CO2-optimierter Beton regulär möglich. So senken Sie die Emissionen Ihres Projekts, ohne Qualität einzubüßen. Stabilität und Dauerhaftigkeit bleiben erhalten, die Leistungsfähigkeit ebenso. Gleichzeitig steigen Planungssicherheit und Chancen auf Kostenstabilität. Klinkerärmere Zemente reduzieren den CO2-Anteil und erfüllen trotzdem alle Anforderungen – von der Planung bis zur Übergabe.
So sichern Sie Vorteile mit der Norm
Die ÖNORM B 4710-1 regelt Herstellung, Einsatz und Prüfung von Beton. Mit der Ausgabe 2024 wurden zentrale Punkte angepasst. Erstens werden klinkerärmere Zemente wie CEM II/C-M und CEM VI regulär zugelassen. Klinker, der CO2-intensive Zementbestandteil, verursacht bei der Herstellung besonders viele Emissionen. Zweitens wurden Expositionsklassen (Umgebungsbedingungen) überarbeitet. Dadurch lässt sich passender, umweltfreundlicher Beton gezielter einsetzen. Drittens wurden Konformitätsnachweise (Prüfverfahren) erweitert. Somit können innovative Mischungen einfacher nachgewiesen und freigegeben werden.
Für Sie als Bauherr:in, Käufer:in oder Investor:in bedeutet das mehr Klarheit. CO2-optimierter Beton reduziert die CO2-Bilanz, erfüllt die geforderte Performance und hält Optionen offen. Zudem sind geeignete Mischungen künftig breiter verfügbar.
Was heißt das konkret für Sie?
Darum lohnt sich CO2-optimierter Beton heute
Sie verbessern Ihre CO2-Bilanz, ohne automatisch Mehrkosten zu tragen. In vielen Fällen sind CO2-optimierte Varianten sogar günstiger. Gleichzeitig bleibt die Qualität gleich hoch, denn die zugelassenen Zemente erfüllen die üblichen Festigkeits- und Dauerhaftigkeitsanforderungen. So wird Ihr Haus stabil und langlebig. CO2-optimierter Beton macht Ihr Projekt zudem zukunftssicher: Mit nachhaltigen Baustoffen reagieren Sie gelassener auf künftige Umweltauflagen und mögliche CO2-Preise. So schützen Sie Budget und den Wert der Immobilie.
Konkrete Schritte für Ihr Bauprojekt jetzt
Zunächst sprechen Sie Ihre Planer:innen gezielt auf CO2-optimierte Betonrezepturen nach ÖNORM B 4710-1 an. Viele Büros aktualisieren Leistungsbeschreibungen ohnehin, daher lohnt sich frühe Abstimmung. Danach fordern Sie konkrete CO2-Werte verschiedener Betonvarianten an und vergleichen diese; die Unterschiede können beträchtlich sein. Zudem hilft CO2-optimierter Beton, Emissionen verlässlich zu senken. Anschließend berücksichtigen Sie die Zeitplanung. Betonwerke und Ausführende gewöhnen sich erst an neue Mischungen; folglich kann zusätzlicher Abstimmungsaufwand mit Prüfstellen entstehen. Schließlich nutzen Sie regional verfügbare Lösungen. In Wien, Niederösterreich und Burgenland sind viele Werke bereits vorbereitet. Weitere Auskünfte finden Sie bei Bedarf hier: Beratung anfordern.
Ihre wichtigsten Vorteile im Überblick
Moderne Rezepturen machen Umweltschutz messbar. Je nach Zementart und Mischung lassen sich CO2-Emissionen um 20–30% oder mehr reduzieren. Dennoch bleiben die mechanischen Eigenschaften erhalten, in manchen Bereichen verbessern sie sich sogar. Daher müssen Sie keine Performanceverluste fürchten. Zudem eröffnen sich wirtschaftliche Chancen: Niedrigere Material- und Lebenszykluskosten bei besserer Bilanz sind möglich. Gleichzeitig profitieren Sie von regulärer Verfügbarkeit. Statt Sonderlösungen erhalten Sie österreichweit ein breites Angebot; CO2-optimierter Beton ist vielerorts kurzfristig lieferbar.
Worauf Sie besonders achten sollten
Beugen Sie Aufwand vor: Klären Sie früh Kommunikation, Prüfungen und Nachweise.
Nächste Schritte im Überblick kurz
So sparen Sie Zeit und sichern Qualität durch Abläufe und Zuständigkeiten.
-
Frühzeitig in der Planung starten
Adressieren Sie das Thema in der Vorplanung. So vermeiden Sie Änderungen und sichern eine normgerechte Betonspezifikation.
- Explizit CO2-optimierter Beton bzw. CO2-optimierte Rezepturen verlangen.
- Expositionsklasse und Einsatzbereich klar definieren.
- Leistungsbeschreibung rechtzeitig an neue Norm anpassen.
-
Prüfungen und Zeitpuffer einplanen
Bei innovativen Mischungen können zusätzliche Tests nötig sein; planen Sie Zeit und Budget realistisch ein.
- Prüfumfang mit Werk und Prüfstellen früh klären.
- Abstimmungsschleifen in Terminplan realistisch berücksichtigen.
- Freigaben dokumentieren und Zuständigkeiten festhalten.
-
Beratung und Dokumentation sichern
Nutzen Sie fundierte Beratung und sorgen Sie für vollständige Unterlagen, damit alles nachvollziehbar bleibt.
- Betonwerk und Planer:innen gemeinsam einbeziehen.
- CO2-Werte, Mischungen und Nachweise sauber erfassen.
- Lieferscheine, Prüfprotokolle und Spezifikationen ablegen.
Checkliste für Ihren Termin
- Termin mit Planer:innen fixieren und CO2-optimierter Beton nach ÖNORM B 4710-1 als Ziel festlegen.
- Betonvarianten mit CO2-Werten anfordern, anschließend vergleichend gegenüberstellen und dokumentieren.
- Expositionsklassen festlegen und daraus die Betonspezifikation für Bauteile und Umgebungsbedingungen ableiten.
- Prüfbedarf mit Betonwerk und Prüfstellen abstimmen und den Freigabeprozess definieren.
- Zeitpuffer für Rückfragen und Prüfzyklen im Bauzeitenplan eintragen.
- Regionale Verfügbarkeit prüfen, insbesondere in Wien, Niederösterreich und Burgenland nach Angeboten fragen.
- Kosten und Angebote auf Einsparpotenziale durch CO2-optimierte Rezepturen prüfen, ohne Qualitätskriterien zu ändern.
- Alle Unterlagen bündeln: Spezifikationen, CO2-Daten, Prüfberichte, Freigaben sowie Ansprechpersonen und Zuständigkeiten.
Fazit
Die überarbeitete ÖNORM B 4710-1 macht klimafreundliche Betone zum Standard. Dadurch senken Sie Emissionen, ohne bei Stabilität oder Dauerhaftigkeit nachzugeben. Zudem gewinnen Sie Planungssicherheit und bleiben für künftige Vorgaben gerüstet. Wenn Sie das Thema früh adressieren, läuft die Umsetzung reibungslos. Vergleichen Sie Optionen, dokumentieren Sie Nachweise – so schützt CO2-optimierter Beton Umwelt und Budget zugleich.
Quellen: rohrdorfer.at, wko.at, fsv.at, bautechnik.pro, beton-dialog.at