Baubewilligungen und Bautätigkeit sind in Österreich so niedrig wie seit Jahren nicht. Daher eröffnet die Marktruhe Bauherr:innen, Käufer:innen und kleinen Investor:innen neue Chancen auf bessere Baukonditionen. Sie profitieren von weniger Konkurrenz, schärferen Preisen und planbaren Terminen. Gleichzeitig sichern Sie sich Zugang zu renommierten Unternehmen. Wer jetzt klug plant, senkt die Baukosten und reduziert Risiken. Zudem legen Sie die Basis für 2025/26 – von Finanzierung bis Übergabe – bevor der nächste Aufschwung einsetzt.
So sichern Sie 2025/26 bessere Baukonditionen
Der aktuelle Markteinbruch erhöht den Wettbewerbsdruck unter Baufirmen deutlich. Deshalb erhalten Sie bei der Ausschreibung (strukturierte Angebotsanfrage) häufiger vollständige, sauber kalkulierte Angebote. Zudem wächst Ihr Verhandlungsspielraum spürbar. Während in Boomjahren Wartelisten üblich waren, gibt es jetzt wieder freie Kapazitäten. Daher sind Termine realistischer planbar, und auch spezialisierte Handwerker sind besser verfügbar. Gleichzeitig interessieren sich wieder renommierte Unternehmen für private Projekte. Somit steigt Ihre Chance auf erstklassige Ausführung und stabile Abläufe über alle Gewerke hinweg – das Ergebnis sind bessere Baukonditionen.
Nutzen Sie das Zeitfenster aktiv. Fordern Sie früh Angebote an und vergleichen Sie strukturiert. Zudem lohnt sich eine kurze Erstberatung zu Vorgehen und Timing. Für eine schnelle Einschätzung können Sie Beratung anfordern.
Zunächst lohnt der Blick auf die Zahlen.
Die Fakten: Baubewilligungen auf historischem Tief
Statistik Austria meldet für 2024 nur 32.100 zum Bau bewilligte Wohnungen in neuen Gebäuden – ein Minus von 8,5 Prozent gegenüber 2023. Damit liegt die Wohnbautätigkeit auf dem niedrigsten Stand seit 2010. Deutlich wird der Einbruch im Vergleich zu 2017: Damals wurden rund 72.500 Wohnungen durch Neuerrichtungen bewilligt, also etwa 40.000 mehr als 2024. „In den kommenden Jahren ist daher mit einem Rückgang neuer Wohnungen zu rechnen und das bei gleichzeitig steigender Bevölkerungszahl“, warnt Statistik‑Austria‑Generaldirektor Tobias Thomas. 2024 wurden insgesamt 51.473 Wohnungen bewilligt, davon 38 Prozent durch An-, Auf- und Umbauten – die Flaute stärkt für Private oft bessere Baukonditionen.
Ihre Vorteile als Bauherr:in in der Marktruhe
Für Sie bedeutet die Flaute handfeste Vorteile. Erstens verbessern sich Ausschreibungsergebnisse: Firmen, die früher selektiv boten, kämpfen nun um jeden Auftrag. Daher fallen Angebote vollständiger aus und die Kalkulationen sind schärfer. Zweitens sind Kapazitäten wieder verfügbar. Folglich lassen sich Bauabschnitte realistisch takten, und Wartezeiten schrumpfen deutlich. Drittens öffnet sich der Zugang zu Qualitätsunternehmen. Renommierte Anbieter interessieren sich wieder für private Vorhaben, statt nur Großprojekte zu wählen. Zudem erhöht sich die Planbarkeit bei Spezialgewerken. Insgesamt gewinnen Sie Preis- und Terminsicherheit – und damit bessere Kontrolle über Budget, Qualität und Risiken. Das Ergebnis: bessere Baukonditionen für private Projekte.
Strategien für Ihren Start 2025/26
Die günstigen Bedingungen halten voraussichtlich noch 6 bis 12 Monate, bis Zinsen und Förderimpulse (staatliche Förderprogramme) den Markt wieder anziehen. Wer jetzt plant und ausschreibt, profitiert maximal – und sichert bessere Baukonditionen. Holen Sie vier bis fünf Vergleichsangebote ein und bewerten Sie mehr als den Preis: Detaillierungsgrad der Leistungsbeschreibung, realistische Terminplanung, passende Referenzen und klare Garantie- sowie Gewährleistungsregeln (gesetzliche Mängelhaftung). Prüfen Sie außerdem die Bonität (Zahlungsfähigkeit) der Anbieter, etwa über Creditreform. Klären Sie schließlich mögliche Materialengpässe und die Verfügbarkeit kritischer Baustoffe frühzeitig.
Regionale Unterschiede jetzt beachten
Regional variieren Chancen: Wien NÖ und Burgenland mit besseren Baukonditionen.
Kurz-Check: Regionen im Überblick
Die folgenden Punkte zeigen, wo sich Verhandlungschancen gut nutzen lassen.
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Wien: starke Umbautätigkeit
In Wien entfielen 7.112 der 19.373 Bewilligungen auf Umbauten – Umbauten dominieren.
- Umbauanteil außergewöhnlich hoch
- Neubautätigkeit derzeit vergleichsweise schwächer.
- Im Umland der Ballungszentren konzentriert sich der Rückgang besonders auf Neubauten.
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Niederösterreich: 7.013 Bewilligungen
7.013 Wohnungen wurden bewilligt. Daher bestehen Chancen.
- Außerhalb der Zentren ist die Konkurrenz entspannter.
- Mehr Angebote erleichtern zudem den systematischen Vergleich.
- Termine lassen sich oft realistischer planen als in Boomjahren.
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Burgenland: 1.531 Bewilligungen
Bewilligt wurden 1.531 Wohnungen. Folglich stärkt das Ihre Position.
- Derzeit weniger Konkurrenz bei Ausschreibungen.
- Zudem gute Chancen auf Angebote renommierter Betriebe.
- Vergleichen Sie mehrere Offerten, um Preis und Leistung sauber abzusichern.
Finanzierung klug timen
- Planen Sie jetzt und starten Sie die Ausschreibung. So sichern Sie Preise, Kapazitäten und Termine, bevor Nachfrage und Zinsen anziehen.
- Holen Sie vier bis fünf Angebote ein und vergleichen Sie nach Preis, Leistung, Terminen und Risiken.
- Prüfen Sie Leistungsbeschreibungen genau. Achten Sie auf Vollständigkeit, klare Schnittstellen und belastbare Fixtermine für kritische Abschnitte.
- Prüfen Sie die Bonität (Zahlungsfähigkeit), z. B. über Creditreform, und fordern Sie Nachweise.
- Klären Sie Materialverfügbarkeit und Lieferkettenrisiken früh mit den Firmen.
- Planen Sie Puffer ein. So bleiben Sie handlungsfähig bei Engpässen und vermeiden folglich teure Stillstände auf der Baustelle.
- Behalten Sie die Zinsentwicklung im Blick. Bei Entspannung können Sie die Finanzierung später durch Umschuldung (Wechsel zu neuem Kredit) verbessern, sofern Konditionen sinken.
- Dokumentieren Sie Angebote, Termine und Garantien transparent. Dadurch schaffen Sie Nachvollziehbarkeit, erleichtern Vergleiche und sichern im Streitfall Gewährleistungsansprüche.
Fazit
Die Baubewilligungen liegen auf einem historischen Tief. Daher ist jetzt die Zeit, Konditionen zu sichern, Kapazitäten zu reservieren und Projekte verlässlich zu takten. Wer heute plant und ausschreibt, nutzt den Wettbewerb, reduziert Risiken und bereitet eine kluge Finanzierung vor. Ab 2026 dürften Förderimpulse und sinkende Zinsen den Markt wieder anziehen. Die aktuell niedrigen Bewilligungszahlen führen voraussichtlich zu knapperem Angebot – und damit zu steigenden Immobilienpreisen sowie oft bessere Baukonditionen für früh gestartete Vorhaben.
Quellen: immofokus.at, statistik.at, infina.at, statista.com, documedia.at, holzkurier.com, wko.at