Ab 1. Januar 2026 verteuert das EU‑CO₂‑Grenzausgleichssystem CBAM zahlreiche Baustoffe – die CBAM Baukosten 2026 treffen damit Hausbau, Sanierung und größere Umbauten spürbar. Besonders betroffen sind Stahl, Zement, Aluminium und Stromimporte aus Nicht‑EU‑Ländern. Seit 1. Oktober 2023 läuft eine Übergangsphase mit reiner Meldung; ab Neujahr 2026 werden Zertifikate fällig. Planen Sie vorausschauend, prüfen Sie Angebote sorgfältig und besprechen Sie früh mit Ihrem Bauteam Lieferketten, Alternativen und vertragliche Absicherungen.
So wirken CBAM Baukosten 2026 auf Ihr Bauprojekt
CBAM steht für Carbon Border Adjustment Mechanism (CO₂‑Grenzausgleichssystem). Die EU führt das Instrument ein, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden: EU‑Hersteller zahlen bereits für Emissionen, Importware aus Ländern mit lockerem Klimaschutz soll keinen Kostenvorteil mehr haben. Betroffen sind Bauvorhaben, weil die Regel zentrale Materialien trifft: Stahl für Bewehrung und Träger, Zement für Beton sowie Aluminium für Fenster und Fassaden. Seit 1. Oktober 2023 gilt die Übergangsphase mit Berichtspflichten; ab 1. Januar 2026 folgt die Bepreisung.
Importeure wie Lieferanten oder deren Zulieferer müssen dann CBAM‑Zertifikate kaufen. Dadurch steigen Materialpreise, Budgets geraten unter Druck. Sichern Sie Kalkulationen, Ausschreibungen und Termine ab 2026 besonders sorgfältig ab.
Darum lohnt sich frühes Handeln schon 2025.
Was ab 1. Januar 2026 finanziell passiert
Mit Start der Bepreisungsphase werden erstmals Zahlungen fällig. Für jeden betroffenen Baustoff aus Nicht‑EU‑Ländern erwirbt der Importeur CBAM‑Zertifikate, die die Emissionen der Auslandsproduktion abbilden. Der Preis orientiert sich am wöchentlichen Durchschnitt des ETS (EU‑Emissionshandelssystems). Steigt der CO₂‑Preis in Europa, verteuern sich Importe entsprechend. Bei Projekten mit hohem Beton‑ und Stahlanteil können die Zusatzkosten je nach Projektgröße rasch fünfstellig werden; die CBAM Baukosten 2026 sollten daher in Budgets eingeplant werden.
Baustoffe mit dem größten Preisrisiko im Bau
Prioritär unter CBAM fallen Zement und Beton, Stahl und Eisen sowie Aluminium. Häufig stammen diese Materialien aus der Türkei, Indien oder China; dort sind Energiekosten oft niedriger und CO₂‑Regeln weniger streng. Bislang war das preislich attraktiv, jedoch schwindet dieser Vorteil mit der Bepreisung und den CBAM Baukosten 2026. Kleinere Sendungen unter 150 Euro Warenwert sind zwar ausgenommen, bei konstruktiven Baustoffen ist das jedoch praktisch irrelevant. Prüfen Sie deshalb die Herkunft Ihrer Materialien, vergleichen Sie Angebote mit EU‑Produktion transparent und gewichten Sie regionale Lieferketten stärker – Verfügbarkeit und Planbarkeit profitieren.
Konkrete Folgen für Bauherr:innen
Ab 2026 enthalten Kalkulationen höhere Posten für importierte Baustoffe. Zudem schwanken Zertifikatspreise, weshalb verbindliche Angebote schwieriger werden. Diese Preisvolatilität erhöht Angebotsrisiken in Ausschreibungen 2026 und verschiebt die Beschaffung: EU‑Hersteller und regionale Anbieter werden relativ attraktiver, selbst wenn ihre Basispreise höher sind. Wer 2025 startet, entgeht teilweise den CBAM Baukosten 2026, auch wegen unsicherer ETS‑Preise. Prüfen Sie Ihren Zeitplan und sprechen Sie früh mit Partnern. Oder Sie holen sich direkt eine Beratung anfordern.
So reagieren Sie jetzt sinnvoll
Erst zählen klare Schritte. Drei Hebel helfen: Timing, Lieferkette, Verträge.
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Timing und Bestellungen vorziehen
Ist Ihr Projekt flexibel, ziehen Sie Bestellungen auf 2025 vor. So umgehen Sie CBAM‑Kosten und sichern frühere Preise.
- Rohbau‑Start gezielt vorziehen.
- Materialabrufe frühzeitig bündeln und vertraglich fixieren.
- Terminplan mit Planer und Baufirma auf Beschaffungsfenster 2025 ausrichten.
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Lieferketten und Herkunft prüfen
Fragen Sie nach Herkunftsländern und Emissionen. EU‑Produkte werden relativ günstiger und transparenter kalkulierbar.
- Angebote mit EU‑Produktion bevorzugt und transparent vergleichen.
- Lieferant nach CBAM‑Betroffenheit und erwarteten Aufschlägen ab 2026 fragen.
- Regionale Alternativen prüfen, auch bei heute etwas höherem Basispreis.
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Preisgleitklauseln verankern
Vereinbaren Sie klare Klauseln zu CBAM‑Mehrkosten. So vermeiden Sie Streit und sichern eine belastbare Abrechnung.
- Preisformeln und Anpassungsregeln definieren.
- Referenz auf Zertifikatspreise und Meldepflichten klar festhalten.
- Transparente Nachweise und Fristen vereinbaren, damit Abrechnung nachvollziehbar bleibt.
Konkrete Schritte für 2025/2026
- Zeitplan prüfen und, wenn möglich, Baustart oder Rohbau in 2025 legen, um CBAM Baukosten 2026 zu vermeiden und Preisrisiken besser zu steuern.
- Größere Materialbestellungen vorziehen und logistisch absichern, damit Verfügbarkeit, Lieferzeiten und Preise eingehalten werden können.
- Lieferkette offenlegen lassen: Herkunft, betroffene Positionen und Alternativen dokumentieren. So erkennen Sie CBAM‑Treiber und planen gezielt um.
- EU‑Hersteller und regionale Anbieter bevorzugt anfragen und fair vergleichen; Total Cost of Ownership berücksichtigen.
- Preisgleitklauseln fixieren, damit CBAM‑Mehrkosten transparent abgebildet werden und beide Seiten Planungssicherheit erhalten.
- Materialalternativen prüfen: Stahl durch Holz, CO₂‑ärmere Betone oder moderne Profile mit EU‑Herkunft können wirtschaftlicher werden.
- Frühzeitig Informationen einholen: AnEH im Zollamt und Ihre Baufirma liefern Details für belastbare Planung.
- Ausschreibungen und Angebote auf Preisvolatilität hinweisen und passende Fristen wählen. So reduzieren Sie Risiken aus schwankenden Zertifikatspreisen 2026.
Fazit
CBAM ist kein Weltuntergang, aber ab 2026 ein spürbarer Kostenfaktor. Wer jetzt plant, kann gegensteuern: Termine vorziehen, regionale Lieferketten nutzen, Verträge mit Preisgleitklauseln schließen und Materialien vergleichen. Dadurch sinken Risiken und Budgets bleiben kontrollierbar. Gleichzeitig eröffnet CBAM Chancen, nachhaltiger zu bauen und weniger CO₂‑intensive Importe zu benötigen. Berücksichtigen Sie die CBAM Baukosten 2026 früh und sprechen Sie mit Ihrem Bauteam über die nächsten Schritte.
Quellen: Vertiefende Informationen und Leitfäden: metalltechnischeindustrie.at (Branchenhintergrund), bundeskanzleramt.gv.at (EU‑Umsetzung), wko.at (Leitfaden), bmf.gv.at (Behörde), tuv.at (Verifizierung).