CO2-Preis 2025: Heizkosten, Sanierung, Rendite im Blick

CO2-Preis 2025: Heizkosten, Sanierung, Rendite im Blick

CO2-Preis 2025

Ab 1. Jänner 2025 gilt in Österreich der höhere CO2-Preis 2025 (Abgabe pro Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid). Er stieg von 45 auf 55 Euro je Tonne. Dadurch verteuern sich Gas- und Ölheizungen spürbar. Für Bauherr:innen, Käufer:innen und kleine Investor:innen ist das entscheidend. Denn die Betriebskosten steigen, und zwar dauerhaft. Gleichzeitig verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit von Sanierungen und Heizsystemen. Deshalb sollten Sie Projekte, Budgets und Finanzierungen jetzt mit aktualisierten Annahmen planen.

So wirkt der CO2-Preis 2025 in Österreich

Der nationale CO2-Preis 2025 ist seit 1. Jänner 2025 auf 55 Euro pro Tonne angehoben. Er fließt über Energieanbieter direkt in Ihre Heizkostenabrechnung. Dadurch trifft er Haushalte mit Gas- und Ölheizung unmittelbar. Für jede verbrauchte Einheit fossiler Energie fällt zusätzliches Entgelt an. Folglich steigen die monatlichen Abschläge. Zugleich beeinflusst der Preis die Bewertung von Sanierungen, weil er die Lebenszykluskosten verschiebt. Daher sollten Sie ihn in Finanzierungsplänen, Mietkalkulationen und Renditeberechnungen explizit berücksichtigen.

Wer jetzt baut, saniert oder investiert, braucht belastbare Zahlen. Denn die CO₂‑Bepreisung verändert Betriebskosten und Amortisationszeiten. Deshalb lohnt sich eine Neubewertung Ihrer Heizstrategie – rechtzeitig vor Vergaben.

Deshalb sollten Sie jetzt neu kalkulieren.

Konkrete Mehrkosten: Gas und Öl im Vergleich

Bei Gas entstehen pro Kilowattstunde rund 201 Gramm CO₂. Der CO2-Preis 2025 führt zu einem Aufschlag von etwa 1,19 Cent pro kWh. Ein Beispiel: Ein wenig saniertes Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch zahlt rund 237 bis 250 Euro CO₂‑Abgabe pro Jahr. 2024 waren es etwa 207 Euro. Bei Heizöl beträgt der Zuschlag rund 17,5 Cent je Liter. Bei typischen 2.000 Litern summiert sich das auf etwa 350 Euro jährlich. 2024 waren es noch rund 279 Euro. In einer Beispielrechnung ergeben sich 2025 für Öl zudem etwa 341 Euro und +62 Euro Differenz.

Warum das bleibt: 2026 steigt der CO₂‑Preis

Der CO₂‑Preis ist als Stufenmodell angelegt, nicht statisch. Der CO2-Preis 2025 bildet eine wesentliche Stufe. 2026 steigt er auf 65 Euro pro Tonne. Somit wird Heizen mit Gas und Öl erneut teurer, wenn der Verbrauch gleich bleibt. Infolgedessen verschieben sich die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer. Daher verbessern sich die Amortisationszeiten für thermische Sanierung (Dämmung, Fenster, Haustechnik) deutlich. Gleichzeitig gewinnen erneuerbare Heizsysteme an Attraktivität. Wärmepumpen werden wirtschaftlicher, insbesondere in Kombination mit Photovoltaik. Zudem gilt: Heizen mit Holz ist CO₂‑steuerfrei. Für passende Gebäudetypen kann das eine Option sein, sofern Rahmenbedingungen wie Lagerung und Versorgung stimmen.

Vermietung und Verwaltung: To‑dos

Für Betriebskostenabrechnungen gilt: Der CO₂‑Preis ist Bestandteil der Betriebskosten und wird üblicherweise auf Mieter:innen umgelegt. Deshalb sollten Hausverwaltungen und Vermieter:innen 2025/26 mit höheren Heizkosten kalkulieren. Berücksichtigen Sie den CO₂‑Preis explizit in Budgets und Wertsicherungsklauseln. Zudem empfiehlt sich eine transparente Kommunikation der Kostenentwicklung. Prüfen Sie Abrechnungslogiken und Vorauszahlungen frühzeitig. Bei Unsicherheit holen Sie rechtzeitig Expertise ein – hier können Sie unverbindlich eine Beratung anfordern.

So gehen Sie jetzt pragmatisch vor

So planen Sie Mehrkosten realistisch und priorisieren Investitionen zielgerichtet.

  1. Zunächst Verbrauch und Kosten erfassen

    Sammeln Sie Verbräuche und Preise der letzten Jahre. So entsteht eine belastbare Basis für 2025/26.

    • Jahresverbrauch Gas oder Öl strukturieren.
    • CO2-Preis 2025 je Einheit ergänzen (kWh bzw. Liter).
    • Beispiele prüfen: Gas 1,19 Cent/kWh, Öl 17,5 Cent/Liter als CO₂‑Aufschläge einplanen.
  2. Danach Sanierung und Systeme bewerten

    Vergleichen Sie Maßnahmen anhand Kosten und Wirkung.

    • Thermische Sanierung senkt Energiebedarf und CO₂‑Abgabe.
    • Wärmepumpe wird wirtschaftlicher, insbesondere mit Photovoltaik.
    • Holzheizungen sind CO₂‑steuerfrei – Eignung objektbezogen prüfen.
  3. Anschließend Abrechnung anpassen

    Passen Sie Budgets und Vorauszahlungen rechtzeitig an.

    • CO₂‑Preis in Mietkalkulationen abbilden.
    • Wertsicherungsklauseln und Umlageschlüssel überprüfen.
    • Mieter:innen frühzeitig und transparent über Änderungen informieren.

Schnelle Checkliste für Entscheidungen

  1. Ermitteln Sie Jahresverbräuche der letzten drei Perioden für Gas oder Öl und dokumentieren Sie Preisänderungen, um Trends zu erkennen.
  2. Rechnen Sie die Aufschläge des CO2-Preis 2025 ein: Gas 1,19 Cent/kWh, Öl 17,5 Cent/Liter – bezogen auf den Verbrauch.
  3. Vergleichen Sie 2024 und 2025: Gas ~207 vs. ~250 Euro, Öl ~279 vs. ~341 Euro im Beispiel; leiten Sie Differenzen ab.
  4. Berücksichtigen Sie 2026: 65 Euro/Tonne. Aktualisieren Sie Ihre Betriebskostenprognose.
  5. Bewerten Sie thermische Sanierung nach Einsparung und Amortisation.
  6. Prüfen Sie erneuerbare Systeme: Wärmepumpen werden wirtschaftlicher, mit Photovoltaik noch mehr; Holzheizungen sind CO₂‑steuerfrei.
  7. Planen Sie Budgets, Mietvorauszahlungen und Wertsicherungsklauseln mit explizitem CO₂‑Preisanteil und kommunizieren Sie Anpassungen frühzeitig an Mieter:innen.
  8. Entscheiden Sie über Sanierung oder Systemwechsel nach Lebenszykluskosten, nicht nur Anschaffungspreis; priorisieren Sie Maßnahmen mit schneller Wirkung.

Fazit

Der höhere CO2-Preis 2025 von 55 Euro pro Tonne verteuert Gas- und Ölheizungen spürbar. Gleichzeitig verschiebt er die Wirtschaftlichkeit von Sanierungen und Heizsystemen. 2026 folgt der nächste Schritt auf 65 Euro. Daher lohnt es sich, Projekte und Budgets jetzt neu zu kalkulieren. Wer Verbrauchsdaten sauber auswertet und Optionen vergleicht, trifft belastbare Entscheidungen. So sichern Sie planbare Betriebskosten und erhöhen die Zukunftsfähigkeit Ihrer Immobilie.

Quellen: tigas.at, tarife.at, finanz.at, wienenergie.at, heizungsfinder.de, heizoel24.at, kwb.net, gogreenenergy.at, adac.de

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