CO2-Preis 2026: Nebenkosten, Heizung, Verträge erklärt

CO2-Preis 2026: Nebenkosten, Heizung, Verträge erklärt

CO2-Preis 2026

Ab 1. Januar 2026 ändert sich die CO2-Bepreisung in Österreich grundlegend: Der CO2-Preis 2026 folgt dann dem Marktpreis des EU-Emissionshandelssystems (Handel mit Emissionszertifikaten). Daher steigen Heizkosten mit Gas oder Öl voraussichtlich an, während Erneuerbare weitgehend entlasten. Gleichzeitig werden Nebenkosten volatiler und schwerer planbar. In diesem Überblick erfahren Sie, was das für Budget, Mietverträge und Sanierungsplanung bedeutet – und wie Sie jetzt sinnvoll vorgehen.

So ändert sich der CO2-Preis 2026

Seit Oktober 2022 zahlen Haushalte und Betriebe eine nationale CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe – ein Baustein der „Ökosozialen Steuerreform“. Bisher war der Preis fix und stieg schrittweise von 30 Euro pro Tonne CO₂ auf 55 Euro pro Tonne. Ab 1. Januar 2026 ersetzt Österreich dieses Festpreissystem durch den Marktpreis des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS). Das bedeutet: Der CO2-Preis 2026 wird am europäischen Markt gebildet. Folglich wird die Entwicklung weniger planbar, jedoch potenziell stärker schwankend.

Für Ihre Budget- und Vertragsplanung ist der Zeitpunkt entscheidend. Mit dem EU-ETS-Preis und dem CO2-Preis 2026 können Nebenkosten steigen oder fallen. Daher sollten Sie 2025 Rücklagen, Puffer und Indexklauseln prüfen.

Ab 2026 gilt beim CO2-Preis 2026 EU-Marktpreis.

Heizkosten: So wirkt der CO2-Preis 2026 konkret

Für Haushalte mit Gasheizung werden die Betriebskosten spürbar steigen. Ein typisches Einfamilienhaus sieht bereits beim Preis von 55 Euro pro Tonne CO₂ eine Mehrbelastung der jährlichen CO2-Abgabe beim CO2-Preis 2026 um etwa 50 Euro oder mehr – abhängig vom tatsächlichen Verbrauch. Für Ölheizungen gilt Ähnliches, da die Abgabe proportional zum Einsatz von Heizöl steigt. Außerdem kommt auf die CO2-Abgabe die Umsatzsteuer von 20 Prozent oben drauf. Wer jedoch mit Biomasse, Wärmepumpe oder erneuerbarer Fernwärme heizt, bleibt weitgehend verschont.

Vermietung: Nebenkosten sicher kalkulieren

Wenn Sie vermieten oder eine Liegenschaft verwalten, wird die Abrechnung anspruchsvoller. Die CO2-Bepreisung ist eine Betriebskostenkomponente, die über die Nebenkosten auf Mieter:innen umgelegt werden kann. Daher sollten Rücklagen für Betriebskosten neu kalkuliert werden. Zudem empfiehlt sich ab 2026 ein höherer Puffer in Mietnebenkostenvoranschlägen, da der CO2-Preis 2026 schwanken kann. Gleichzeitig gehören Indexklauseln (Wertsicherungsklauseln) auf den Prüfstand, insbesondere bei stark schwankendem EU-ETS-Preis. Prüfen Sie schon jetzt Ihre Abrechnungen und rechnen Sie mit steigenden Werten. Ein Sanierungsplan für die Heizung lohnt sich, weil sich der Umstieg wirtschaftlich schneller rechnet. Für eine erste Einschätzung können Sie hier eine Beratung anfordern.

Ihre Optionen: Das können Sie tun

Zunächst prüfen Sie den Zustand Ihrer Heizungsanlage und ziehen Sie eine Sanierung vor. Eine Wärmepumpe oder ein Biomassekessel amortisiert sich schneller, weil die laufenden Kosten durch die CO2-Abgabe relativ sinken. Daneben senken Wärmedämmung und moderne Regelung zuverlässig den Verbrauch. Außerdem können Contracting-Modelle (Energieservice mit Vollservice) Preisrisiken abfedern, vor allem im Mehrfamilienhaus. Ebenso sinnvoll ist es, Liefer- und Mietverträge neu zu verhandeln, etwa bei Indexklauseln. Schließlich bleiben Sie informiert und verfolgen den EU-ETS-Preis.

Sanierung, Kosten und Förderung

Prüfen Sie 2025 KLI.EN- und KPC-Förderungen und planen Sie frühzeitig.

  1. Heizung modernisieren & umsteigen

    Ersetzen Sie Öl- oder Gasgeräte durch Wärmepumpe oder Biomasse – Betriebskosten und Risiken sinken.

    • Bestand prüfen, Leistung korrekt dimensionieren.
    • Förderungen und Fristen 2025 rechtzeitig verbindlich sichern.
    • Austausch mit hydraulischem Abgleich kombinieren, damit Effizienz und Komfort sofort spürbar steigen.
  2. Verbrauch gezielt und dauerhaft reduzieren

    Dämmen Sie Leitungen, optimieren Sie die Regelung und senken Sie Vorlauftemperaturen.

    • Heizkurve prüfen und an Nutzerverhalten anpassen.
    • Dichtungen, Thermostate und Pumpen modernisieren, damit Systeme effizienter laufen.
    • Warmwasserbereitung optimieren, Zirkulation regeln und Dämmverluste deutlich reduzieren.
  3. Verträge und Kosten steuern

    Indexklauseln prüfen, Lieferbedingungen verhandeln und Abrechnung vereinfachen.

    • Indexklauseln (Wertsicherung) rechtlich überprüfen.
    • Mit Energielieferanten zu Laufzeiten und CO2-Optionen sprechen.
    • Nebenkostenpuffer definieren und Kommunikation mit Mieter:innen frühzeitig strukturieren.

Checkliste: Schritt für Schritt

  1. Zunächst Energie- und Heizdaten zusammentragen und Verbrauch einschätzen; danach Budgetrahmen mit Puffer festlegen.
  2. Angebote für Wärmepumpe oder Biomasse einholen und Varianten vergleichen.
  3. Förderungen prüfen (KLI.EN, KPC) und Fristen klären; anschließend Förderanträge vorbereiten und Unterlagen komplettieren.
  4. Gebäudehülle, Heizkurve und Regelung gründlich analysieren.
  5. Verträge mit Lieferanten sowie Indexklauseln sorgfältig prüfen.
  6. Für Mehrfamilienhäuser Contracting- oder Serviceangebote vergleichen und Risiken der Preisvolatilität transparent bewerten.
  7. Betriebskostenkalkulation, Rücklagen und Nebenkostenprognose aktualisieren; anschließend Mieter:innen über Änderungen strukturiert informieren.
  8. Schließlich Umsetzungsfahrplan definieren, Meilensteine und Termine festlegen und die EU-ETS-Preisentwicklung regelmäßig im Blick behalten.

Fazit

Ab 1.1.2026 ersetzt der EU-Marktpreis das nationale CO2-Festpreissystem – und legt den CO2-Preis 2026 fest. Deshalb verteuern sich Öl- und Gasheizungen, zusätzlich greift die 20 Prozent Umsatzsteuer auf die CO2-Abgabe. Erneuerbare Heizsysteme bleiben von dieser Kostenlast weitgehend verschont. Gleichzeitig müssen Vermieter:innen ihre Betriebskostenkalkulationen anpassen. Wer jetzt Sanierung, Verbrauchsreduktion und Verträge anpackt, reduziert Risiken – und sichert Planungssicherheit für 2026 und danach.

Quellen: Recherchebasis und weiterführende Beiträge auf industriemagazin.at, heizungsfinder.de, kwb.net, adac.de, yello.de, oesterreichsenergie.at, focus.de, adac.de. Auswahl, keine Werbung.

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