So planen Sie jetzt marktgerecht: Österreichs Haushalte sind 2024 so klein wie nie. Im Schnitt leben 2,17 Personen in einem Haushalt. Daher verschiebt sich die Nachfrage spürbar. Wer heute baut oder saniert, sollte Grundrisse und Ausstattung neu denken. Denn große Familienflächen verlieren an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Funktion, Flexibilität und Akustik. Folglich gewinnen kompakte Grundrisse an Relevanz. Sie nutzen jeden Quadratmeter, senken Kosten und bleiben langfristig attraktiv.
So wirkt der Trend auf Ihr Projekt
Die Zahlen sind eindeutig: Bis 2025 werden über 4,1 Millionen Haushalte prognostiziert, bis 2030 sogar 4,3 Millionen – bei sinkender durchschnittlicher Haushaltsgröße auf 2,14 Personen. Zwar leben rund 80 Prozent weiterhin in Mehrpersonenhaushalten, jedoch wächst der Anteil an Ein- und Zweipersonenhaushalten kontinuierlich. Deshalb zählen kompakte Grundrisse mehr denn je. Zudem verschiebt sich die Flächennutzung: weniger Verkehrsflächen, mehr nutzbare Zonen. Somit entscheidet Planungstiefe über Komfort, Budget und Vermarktbarkeit.
Wer weiterhin wie vor 20 Jahren plant, baut am Bedarf vorbei. Daher sollten Sie Flächen mehrfach nutzbar machen und Flexibilität vorsehen. Außerdem lohnt sich ein früher Grundriss-Check – Beratung anfordern.
Zunächst lohnt der Blick in die Regionen.
Ostösterreich: kompakte Grundrisse, Budgets stabil
In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ist der Wandel besonders spürbar. Hier steigt die Zahl der Haushalte, während die Wohnbudgets vieler Käufer:innen stagnieren. Gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße. Daher braucht es kompakte Grundrisse und Lösungen, die Fläche sparen und Qualität sichern. Kleinere Haushalte bedeuten jedoch keine kleineren Ansprüche. Im Gegenteil: Wer weniger Platz hat, erwartet mehr Funktionalität, flexible Nutzung und Ruhe. Folglich werden Planung, Materialwahl und Details zum Alltagsvorteil.
Grundrisse kompakt, Anforderungen steigen
2-Zimmer-Wohnungen erleben eine Renaissance, jedoch in durchdachten Varianten. Flexible Nischen ersetzen starre Räume: Ein ausklappbarer Schreibtisch in der Wandnische macht das separate Büro überflüssig. Außerdem schaffen clevere Raumhöhen und eine Galerie-Ebene (Zwischenebene im Raum) Stauraum oder eine gemütliche Schlafnische. Multifunktionale Bereiche werden Standard: Der Essplatz wird zum Arbeitsplatz, das Wohnzimmer zur Gästezone. Bei 3-Zimmer-Konzepten zählt Anpassungsfähigkeit. Ein Homeoffice-Zimmer (Arbeitsraum in der Wohnung) kann je nach Lebensphase Gäste-, Hobby- oder Kinderzimmer sein. Zudem helfen offene Grundrisse mit Abtrennmöglichkeiten wie Schiebetüren oder Vorhängen. Schließlich sparen zentrale Technikbereiche (gebündelte Hausanschlüsse) Platz und Kosten.
Details mit besonders großer Wirkung
Je kleiner die Wohnung, desto wichtiger wird Ruhe. Gute Schalldämmung (Reduktion von Geräuschen) steigert die Wohnqualität, insbesondere nahe Arbeitsplätzen. Moderne Installationswände unterstützen dies zusätzlich. Stauraum entscheidet ebenfalls: Unter-Treppen-Lösungen, deckenhohe Einbauten und multifunktionale Möbel nutzen jeden Winkel. Darüber hinaus helfen klug geplante Gemeinschaftsflächen wie Fahrradräume, Kinderwagen-Zonen, Paketstationen und Gemeinschaftsterrassen. Sommerlicher Wärmeschutz (Hitzeschutz in warmen Monaten) wird Pflicht: optimierte Fenstergrößen, wirksame Verschattung (Sonnenschutz außen) und Querlüftung (gegenüberliegende Öffnungen).
Baustoffe und Technik klug neu bewerten
Ziegel bleiben erste Wahl – schlanke Wände. Installationswände zählen.
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Vor der Planung: klar entscheiden
Definieren Sie Bedarf und Budget. Denken Sie in Lebensphasen: 5, 10, 15 Jahre.
- Bedürfnisse klar und ehrlich priorisieren
- Referenzwohnungen ähnlicher Größe vor Ort ansehen
- Lebensphasen planen: Single, Paar, Familie, Homeoffice – Szenarien realistisch durchspielen
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Bei der Grundrissplanung: flexibel
Prüfen Sie jeden Quadratmeter auf Mehrfachnutzung.
- Trennoptionen vorsehen: Schiebetüren, Vorhänge, Möbel
- Zentrale Technikbereiche bündeln, Wege kurz halten, Flächen sparen
- Arbeitsplatz, Gästezone und Stauraum als modulare Zonen kombinieren
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Bei der Materialwahl: sinnvoll
Setzen Sie auf Ruhe, Helligkeit und Pflegeleichtigkeit – dauerhaft.
- Früh in wirksame Schalldämmung investieren
- Helle, raumvergrößernde Oberflächen und Lichtplanung wählen
- Langlebige, pflegeleichte Materialien für Böden, Wände und Möbel einsetzen
Nächste Schritte für Bauherr:innen
- Bedarf klären: Haushaltsgröße, Lebensphasen und Budget definieren; danach Ziel-Flächen und Raumfunktionen festlegen.
- Standort prüfen: Ostösterreich erfordert kompakte, kluge Grundrisse und gute Erschließung im Haus.
- Vorplanung erstellen: 2- und 3-Zimmer-Varianten skizzieren, Nischen und Abtrennungen einplanen, Stauraum großzügig berücksichtigen.
- Technik bündeln: zentrale Bereiche für Hausanschlüsse, Leitungen und Geräte vorsehen.
- Akustik sichern: Installationswände und Decken mit Schalldämmung prüfen.
- Sommerlichen Wärmeschutz planen: Fenstergrößen optimieren, außen verschatten, Querlüftung ermöglichen; folglich Überhitzung vermeiden.
- Gemeinschaftsflächen integrieren: sichere Fahrradräume, ebenerdige Kinderwagen-Zonen, Paketstation im Eingangsbereich sowie nutzbare Gemeinschaftsterrassen vorsehen.
- Planung validieren und Kosten abgleichen; anschließend Grundriss-Check buchen – Beratung anfordern – und Angebote für Bau und Ausbau einholen.
Fazit
Kleinere Haushalte sind statistisch belegt – und sie eröffnen Chancen. Wer jetzt mit klarer Priorität plant, erzielt auf weniger Fläche hohe Wohnqualität. Kompakte Grundrisse, flexible Räume und gute Details liefern spürbaren Mehrwert. Daher entscheidet die Planungstiefe über Komfort, Kosten und Vermarktung. Wenn Sie jeden Quadratmeter klug nutzen und Anpassungsfähigkeit mitdenken, wird aus geringerer Fläche ein Vorteil: mehr Effizienz, weniger Aufwand und nachhaltig bessere Nutzung.
Quellen: europa.eu (Eurostat), statista.com, statistik.at (Statistik Austria), wko.at (WKO), statistik.at, statista.com, referenzbudgets.at, statistik.gv.at, wifo.ac.at (WIFO), wko.at.