Wohnungsmarkt Österreich: Angebotsdelle, Timing, Praxisrat

Wohnungsmarkt Österreich: Angebotsdelle, Timing, Praxisrat

Wohnungsmarkt Österreich

Hohe Baupreise dominieren noch die Debatte. Gleichzeitig entsteht am Wohnungsmarkt Österreich die nächste Herausforderung: eine deutliche Angebotsdelle. Für Bauherr:innen, Käufer:innen und kleine Investor:innen ist das beides zugleich: Risiko und Chance. Denn Kapazitäten werden frei, Preise stabilisieren sich und Termine lassen sich besser planen. Daher zählen Qualität und Verlässlichkeit jetzt besonders. Zudem nutzen Sie kürzere Wege in der Planung – bevor ab 2026 Knappheit wieder Zeit- und Preisdruck erzeugt.

So groß wird die Angebotsdelle 2025/26

Die Fakten sind eindeutig: 2025 wird die Zahl fertiggestellter Wohnimmobilien österreichweit um rund 25 Prozent gegenüber dem heurigen Jahr sinken. Am Wohnungsmarkt Österreich wird das besonders sichtbar. Das ist kein kleiner Rückgang, sondern ein deutlicher Absturz. Bereits 2023 wurden nur noch knapp 18.300 Gebäude zur Errichtung bewilligt. Zum Vergleich: 2021 waren es über 31.000 Baubewilligungen (amtliche Genehmigung zur Errichtung). Was nicht bewilligt wird, kann folglich zwei Jahre später nicht fertiggestellt werden. Daher wirkt die Delle zeitverzögert – aber unübersehbar.

Damit ist der Trend bereits Realität. Schon jetzt schrumpft die Pipeline, und 2026/27 trifft knappe Verfügbarkeit auf steigende Nachfrage. Deshalb sollten private Projekte heute vorbereitet werden, um morgen vom Engpass zu profitieren.

Deshalb lohnt der Start jetzt besonders.

Warum die Pipeline am Wohnungsmarkt Österreich austrocknet

Mehrere Faktoren greifen ineinander, mit Wirkung auf den Wohnungsmarkt Österreich. Die Bauwirtschaft litt unter Inflation, Lieferengpässen und stark gestiegenen Baupreisen. Gleichzeitig verteuerten steigende Zinsen Finanzierungen, und verschärfte Kreditrichtlinien (Bankvorgaben für die Darlehensvergabe) bremsten den Start vieler Vorhaben. Im Dezember 2024 sank zudem die Produktion bei sonstigen Bautätigkeiten um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Darüber hinaus wurden 2023 und 2024 deutlich weniger Anlegerwohnungen gekauft – eine Stagnation auf niedrigem Niveau.

Chancen für private Bauherr:innen jetzt

Die gute Nachricht: Wer jetzt baut, profitiert von entspannteren Marktbedingungen. Handwerksbetriebe haben wieder Kapazitäten, Ausschreibungspreise (Angebotspreise in Vergabeverfahren) stabilisieren sich, und Termine werden verlässlicher. Dadurch rückt Sorgfalt wieder vor Tempo. Nutzen Sie diese Phase für gründliche Planung, solide Ausschreibungen und eine hochwertige Ausführung. Gleichzeitig sollten Sie den Blick nach vorn schärfen: Ab 2026 wird das Angebot knapper, während die Wirtschaft anzieht. Folglich kehren Zeit- und Preisdruck zurück – möglicherweise intensiver als vor der Krise. Frühzeitige Beratung und terminliche Slots sind sinnvoll, zum Beispiel hier: Beratung anfordern.

Strategische Weichen für Ihr Projekt

Timing ist jetzt entscheidend. Die kommenden 12 bis 18 Monate bilden ein günstiges Fenster für den Projektstart. Baubewilligungen (amtliche Genehmigungen) lassen sich vielerorts schneller abwickeln, und Planungsbüros haben Kapazitäten. Im Wohnungsmarkt Österreich zeigen sich regionale Unterschiede: In Wien läuft mit der „Offensive 2024+“ eine große Förderinitiative mit weit über 20.000 neuen geförderten Wohnungen. In anderen Bundesländern ist die Lage hingegen angespannter. Zudem hilft der Handwerkerbonus (staatlicher Zuschuss für bestimmte Renovierungen) auch 2025. Weil gebrauchte Immobilien etwas günstiger wurden, während Neubauten teurer sind, werden Sanierungen besonders attraktiv.

Konkrete Empfehlungen aus der Praxis

Planen Sie sorgfältig und sichern Sie früh Kapazitäten – jetzt.

  1. Jetzt starten, 2026/27 ankommen

    Start 2025 in die Planung ermöglicht Fertigstellung 2026/27, wenn Knappheit auf Nachfrage trifft.

    • Projektstruktur und Budgetrahmen festlegen.
    • Genehmigungswege und Zeitpuffer realistisch einplanen.
    • Leistungsbeschreibungen früh ausarbeiten; Ausschreibungen vorbereiten; Vergaben rasch vergeben.
  2. Qualität vor Tempo konsequent sichern

    Nutzen Sie die Entspannung für Sorgfalt und Kontrolle.

    • Mehrere Angebote vergleichen; Nebenleistungen transparent machen.
    • Qualitätssicherung, Bemusterung und Dokumentation systematisch planen.
    • Baucontrolling und Abnahmen früh terminieren, Verantwortlichkeiten klären.
  3. Sanieren und verdichten prüfen

    Sanierung ist oft effizient. DG-Ausbau und Nachverdichtung sind gefragt.

    • Bestand prüfen: Substanz, Technik, Energiepotenzial.
    • Förderungen und Handwerkerbonus gezielt für Teilgewerke nutzen.
    • Nachverdichtung (bessere Flächennutzung) auf Mehrwert und Ertrag prüfen.

So gehen Sie jetzt vor

  1. Zunächst Zielbild, Budgetkorridor und Prioritäten festlegen. Dadurch schaffen Sie Klarheit für Entscheidungen, Vergaben und den Zeitplan.
  2. Danach Grundstück oder Objekt prüfen: Lage, Widmung, Substanz, Risiken. So vermeiden Sie Überraschungen.
  3. Anschließend Finanzierung strukturieren und Angebote vergleichen. Prüfen Sie Förderungen und den Handwerkerbonus. So sichern Sie Reserven.
  4. Danach Planungsteam und Baupartner mit Kapazität wählen. Qualität und Referenzen prüfen.
  5. Sodann Genehmigungsunterlagen komplettieren und einreichen. Klare Pläne nutzen.
  6. Anschließend Leistungen ausschreiben, vergleichen und vergeben. Achten Sie auf Termine, Qualitäten und Vertragsklarheit. So senken Sie Risiken.
  7. Während der Ausführung regelmäßige Baustellenabstimmungen, Qualitätskontrollen und Kostenverfolgung etablieren. Zudem Meilensteine, Nachträge und Abnahmen dokumentieren.
  8. Schließlich Übergabe, Mängelmanagement und Schlussrechnung strukturiert abwickeln. Legen Sie Wartungstermine an und sichern Sie Gewährleistungsfristen.

Fazit

2025 markiert den Tiefpunkt im Wohnbau, doch genau darin liegt Ihre Chance. Jetzt sind Kapazitäten frei, Preise stabilisieren sich, und Genehmigungen gehen oft schneller. Wer heute plant, kann 2026/27 fertig sein – genau dann, wenn knappe Angebote auf steigende Nachfrage treffen. Daher zählen sorgfältige Planung, kluge Vergaben und ein realistisch gesicherter Zeitplan. So nutzen Sie die aktuelle Ruhe und positionieren sich für den nächsten Aufschwung.

Quellen: immofokus.at, statista.com, statistik.at, infina.at, statista.com

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